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Wenn der Garten im Schnee versinkt.

Im verschneiten Garten stehen Schutzmaßnahmen im Vordergrund: Befreien Sie Gehölze von schweren Schneelasten (besonders bei über 10 cm Schnee), um Bruchschäden durch vorsichtiges Schütteln zu vermeiden. Streusalz ist zu vermeiden; räumen Sie Wege mit dem Schneeschieber. An frostfreien Tagen können immergrüne Pflanzen leicht gegossen und Sträucher geschnitten werden. 

Wichtige Arbeiten bei Schnee und Frost:

  • Schneebruch vorbeugen: Bäume und Sträucher, deren Zweige sich stark biegen, vom Schnee befreien.
  • Pflanzen schützen: Immergrüne Gehölze können mit Jutesäcken vor Kälte und Schneelast geschützt werden. Ziergräser (z. B. Pampasgras) zusammenbinden, damit kein Wasser ins Herz eindringt.
  • Frostfreie Tage nutzen: Wurzelnackte Bäume und Sträucher können in frostfreien Wochen bis März gepflanzt werden.
  • Rückschnitt: Obstbäume (außer Kirsche, Pflaume, Nuss) und Beerensträucher an frostfreien Tagen zurückschneiden.
  • Vorbereitung: Ab Februar beginnt die Hauptzeit für die Vorkultur auf der warmen Fensterbank, besonders für Gemüse mit langer Entwicklungszeit. Tomaten, Chili, Paprika, Auberginen, Artischocken, Knollensellerie und frühe Kohlsorten (Blumenkohl, Kohlrabi). 

Was zu vermeiden ist:

  • Nicht auf gefrorenen Boden treten: Den Rasen bei Frost möglichst nicht betreten, um die Halme nicht zu schädigen.
  • Kein Streusalz: Dieses schadet dem Boden und den Pflanzen. 

Hier sind die Hauptgründe, warum auf Streusalz im Garten verzichtet werden sollte:

  • Pflanzenschäden: Über das Schmelzwasser gelangt Salz in den Boden. Es stört die Wasser- und Nährstoffaufnahme von Bäumen, Sträuchern und Rasen. Besonders immergrüne Pflanzen und junge Gewächse reagieren empfindlich.
  • Bodenversalzung: Salz reichert sich im Boden an, verdichtet ihn und verändert den pH-Wert. Dies führt zu einer Verschlechterung der Bodenqualität und schädigt Mikroorganismen.
  • Gefahr für Tiere: Streusalz reizt die Pfoten von Haustieren (Hunden, Katzen) und kann beim Ablecken zu Vergiftungen führen.
  • Umweltbelastung: Es belastet das Grundwasser und schädigt benachbarte Biotope. 

Tipp: Der Winter ist ideal, um kranke oder alte Bäume zu fällen, da das Holz saftarm ist und keine Blätter stören. 

Arbeiten im Winter

Im Winter können Sie im Garten den Boden für die kommende Saison vorbereiten, indem Sie beispielsweise Hochbeete anlegen oder Frühjahrsblüher setzen. Es ist auch eine gute Zeit, Bäume und Sträucher zu schneiden und Gartenmöbel sowie Werkzeuge zu pflegen. Die ordnungsgemäße Überwinterung von Wasserleitungen und Regentonnen ist ebenfalls wichtig, um Frostschäden zu vermeiden.

Gartenarbeiten
Schneiden: Bäume und Sträucher können an frostfreien Tagen beschnitten werden.

Pflanzen: Setzen Sie Blumenzwiebeln von Frühjahrsblühern wie Tulpen, Narzissen und Krokussen.
Vorbereitung für das nächste Jahr: Beginnen Sie mit der Vorzucht von Pflanzen im Haus auf der Fensterbank.

Hochbeete anlegen: Der Winter ist ideal für den Bau von Hochbeeten, die im Frühjahr frühzeitig beerntet werden können und als Frühbeet fungieren.

Winterfest machen
Wasser: Entleeren Sie Wasserhähne, Schläuche und Regentonnen und lagern Sie Pumpen frostfrei ein.

Möbel und Werkzeuge: Reinigen und pflegen Sie Gartenmöbel und -werkzeuge. Decken Sie Möbel ab oder lagern Sie sie trocken ein.

Rasen und Beete: Befreien Sie den Rasen von Laub, aber lassen Sie eine dünne Schicht (ca. 5 cm) auf den Beeten liegen, da sie als Frostschutz dient.

Naturschutz
Laubhaufen: Lassen Sie Laubhaufen für Tiere wie Igel liegen. Sie bieten Unterschlupf.

Äste: Stapeln Sie geschnittene Äste zu einem Reisighaufen, der auch Tieren einen Unterschlupf bieten kann.

Gartentipps

Aktuelle Gartentipps umfassen das Gießen nach Bedarf mit großen Einzelgaben, Mulchen zur Wasserspeicherung und das Anpflanzen von Herbstkulturen wie Blumenkohl und Chinakohl. Zur Bekämpfung von Hitze und Trockenheit sollten Schattenplätze geschaffen und Fassaden begrünt werden, während bodendeckende Pflanzen und Kompostierung den Boden bedeckt und vor Austrocknung schützen. Um Tieren in der Trockenheit zu helfen, können Wasserschalen mit Steinen oder Kork aufgestellt werden, sodass Insekten und Vögel sicher trinken können. 

Bewässerung und Bodenpflege

  • Gezieltes Gießen:lieber selten und ausgiebig statt häufig und oberflächlich gießen. Am effektivsten ist es in den kühleren Morgen- oder Abendstunden. 
  • Boden bedecken:Mulchen oder das Einsäen von bodendeckenden Pflanzen wie Klee schützt den Boden vor Austrocknung. 
  • Durchhacken und Kompost:Das Durchhacken offener Böden spart Wasser und die Kompostierung fördert die Bildung von Humus. 

Garten für die Klimakrise

  • Beschattung schaffen: Bäume und Sträucher bieten wertvolle Schatteninseln und kühlen die Umgebung durch Verdunstung. 
  • Fassadenbegrünung: Grüne Fassaden mildern Hitze ab und verbessern das Mikroklima. 
  • Gezielte Wasserverwendung: Nutzen Sie Regenwasser aus Tonnen oder Zisternen, um Trinkwasser zu sparen. 

Hilfe für Tiere 

  • Wasserspiele:Stellen Sie flache Wasserschalen mit Steinen oder Korkstücken auf, damit Insekten und Vögel sicher trinken können.
  • Trinkstellen sichern:Das Wasser sollte täglich erneuert werden. Regentonnen, Eimer oder Pools müssen abgedeckt werden, da sie zur Todesfalle für Tiere werden können.

Pflanzen und Anpflanzungen

  • Herbstkulturen: Ziehen Sie im Herbst Blumenkohl, Chinakohl, Zuckerhutsalate und Kohlrabi an. 
  • Stauden: Mehrjährige Stauden sind pflegeleicht und treiben jedes Jahr neu aus. 
  • Zwiebelblumen: Das Stecken von Zwiebelblumen ist im Frühjahr eine gute Idee.